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  #1  
Alt 30. December 2007, 16:31
Trainer1 Trainer1 ist offline
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Standard Facts für echte Diskussionen

Ich will auf dieser Seite keinen politischen Hick - Hack und keine Parteien - Schwarzpeterei aufkommen lassen!
Aber in der derzeitigen, emotionsgeladenen Hetze, die SchiessSPORTler mit Kinderfressern gleichstellt, sollten wenigstens wir einige Fakten kennen.

Nur als Antworten zu diesem Thema werden Artikel stehen gelassen.
Bitte keine eigenen Meinungsäusserungen, sondern nur gesammelte Artikel oder Links.
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  #2  
Alt 30. December 2007, 16:37
Trainer1 Trainer1 ist offline
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Standard Artikel Weltwoche 50/07

Mit diesem Artikel und einem geschickten Marketing gibt sich die Weltwoche als unser Freund aus.

Echt lesenswert!
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Weltwoche_Messerland_Schweiz.pdf (222,1 KB, 1250x aufgerufen)
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  #3  
Alt 30. December 2007, 16:42
Trainer1 Trainer1 ist offline
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Standard Ein vernünftiger Grüner?

Noch besser als die Bedeutungslosigkeit von Schusswaffen bei Verbrechen zu belegen, ist auf die Worte eines Grünen (sollen ja politisch mit den Roten unsere grössten Widersacher sein) hinzuweisen.

Schaut einmal auf seine Homepage:
http://www.thorstenheitzmann.ch/ansichten.htm


Dort steht:
Waffen


Vorneweg:
Falls Ihnen das jetzt komisch vorkommt, dass ein Grüner im Schützenverein (SG Sempach) ist und das auch noch offen vertritt, möchte ich kurz darauf eingehen, wie sich meine Wandlung vom Saulus zum Paulus (oder umgekehrt, je nach Standpunkt) vollzogen hat:
In einer intensiven Diskussion mit amerikanischen Freunden habe ich festgestellt, dass meine routinierten Mainstream-Anti-Waffen-Argumente einer rational und argumentativ geführten Debatte nicht standhielten. Da ich nicht diskutiere, um meine Meinung zu behalten, sondern um herauszufinden, ob meine Meinung die beste ist (was in diesem Fall nicht so war), habe ich meine Meinung geändert. So einfach ist das.

Mit dem Thema Waffen lässt es sich wunderbar politisieren und polemisieren. Wenn man den Waffengegnern glauben darf, ist es in der Schweiz gefährlicher als in den meisten anderen Ländern. Zum Glück ist das alles Zahlenakrobatik starrsinniger Waffengegner, die sich auch durch harte Fakten nicht beirren lassen wollen.
Ein paar Beispiele mit typischen Argumenten, wie sie immer wieder auftauchen:
  • Nur in den USA sind noch mehr Waffen in privaten Haushalten als in der Schweiz!
    Ja und? Was ist denn das für ein Argument? Wahrscheinlich soll hier ausgesagt werden, dass der Schweiz amerikanische Verhältnisse bevorstehen, mit einer erheblich höheren Rate an Gewaltverbrechen, etc.
    Es ist aber im Gegenteil so, dass es ja für die gut organisierte und disziplinierte Schweiz spricht, dass bei einer ähnlich hohen Verfügbarkeit an Waffen soviel weniger passiert. Aber das will man ja nicht sehen.
  • In Grossbritannien sind Waffen seit 1998 verboten!
    Ah ja. Vermutlich soll dieser Hinweis Grossbritannien als Vorbild stilisieren, am Besten auch für ein komplettes Waffenverbot für die Schweiz.
    Nur fehlt immer ein wichtiger Hinweis: Es hat nichts genützt, sondern es wurden lediglich unbescholtenen Bürgern die Waffen weggenommen. Die Kriminellen haben sich, ganz überraschend, anscheinend nicht an das Waffenverbot gehalten. Die "Times" schreibt im Januar 2000 von einem Anstieg der Zahl der Morde und anderer mit Waffen verübten Verbrechen und bezieht sich dabei explizit auf das ganz offensichtlich gescheiterte Waffenverbot.
  • In der Schweiz gibt es besonders viele Familienmorde!
    Ein ganz heikles Thema - und häufig wird dabei eine Studie des Lausanner Kriminologen Martin Killias zitiert. Killias schreibt hier
    Die Ergebnisse zeigen, dass die Schweiz - relativ, aber auch absolut - eine im internationalen Vergleich sehr hohe Rate an Morden im Familienkreis aufweist, die mit einer eher tiefen allgemeinen Homizidrate, aber auch einer tiefen Rate häuslicher Gewalt kontrastiert.
    So und ähnlich wird Herr Killias auch zitiert, nur macht sich offenbar leider niemand die Mühe, die Studie ganz durchzulesen. Die internationalen Vergleichszahlen, die die Studie liefert, zeigen, dass Familienmorde in der Schweiz nicht häufiger und leider auch nicht seltener sind als anderswo.
    Das wäre aber keine Schlagzeile wert, weswegen Herr Killias die sehr niedrige allgemeine Mordrate in der Schweiz als Vergleich nimmt und dann konstatiert, dass im Verhältnis zu der Gesamtzahl an Morden in der Schweiz viele Familienmorde stattfinden.
    Nun, das kann man sich schon so zurechtdrehen. Nur, was soll denn das heissen? Wäre es wünschenswert, es würden mehr sonstige Morde stattfinden, nur damit die Statistik ausgewogener ist?
    Nur um es noch einmal deutlich zu sagen: Die von Killias vorgelegten Zahlen (es sind nicht sehr viele) zeigen, dass die Schweiz im internationalen Vergleich (der wenigen Länder, in denen es entsprechende Statistiken gibt) die wenigsten Morde und nach den Niederlanden die zweitgeringste Anzahl Familienmorde hat.
    Es ist schon eine Leistung, hieraus zu konstruieren, dass es in der Schweiz wesentlich schlimmer ist als anderswo. Chapeau!
  • Schusswaffen führen zu mehr Selbstmorden!
    Die Tragik von Menschen, die sich das Leben nehmen, ist gross - nicht zuletzt auch für die Angehörigen, bei denen Fragen offenbleiben und Dinge für immer ungesagt bleiben.
    Diese Tragik wird aber leider auch für eine weitere Zahlendreherei ausgenutzt, indem behauptet wird, die Verfügbarkeit von Schusswaffen habe einen Einfluss auf die Zahl der Selbstmorde.
    Gern wird als Beleg Kanada zitiert, wie z.B. bei ignoranz.ch:
    Auch ist direkt belegt, dass die Reduktion der verfügbaren Schusswaffen einen direkten Einfluss auf die Zahl der Selbsttötungen hat:
    "In Kanada ging auf Grund entsprechender Massnahmen die Verfügbarkeit von Waffen seit den 80er-Jahren von 31 auf 19% zurück. Die Schusswaffensuizide nahmen dabei von 32 auf 19% ab."
    Nur leider - es stimmt nicht. Wie ganz richtig bemerkt, die Schusswaffensuizide nahmen ab, was ja zu erwarten ist. Viel interessanter wäre aber doch, ob Suizide generell verhindert wurden und da ist es so, dass die Anzahl Suizide in etwa gleich geblieben ist, nur werden eben weniger mit Schusswaffen durchgeführt. Das heisst aber wiederum, dass Menschen, die sich zum Suizid entschlossen haben, auch einen Weg finden, unabhängig davon ob nun eine Schusswaffe verfügbar ist oder nicht.
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